Home

News

Notfunk

Notruffrequenzen

Hilfe leisten

Hilfe anfordern

Unterlagen

français

english

FAQ

zum Thema

Links

Kontakt

QTH

QSL (Guestbook)

Warum Notfunk ?
 
Die Telekommunikation stellt heute einen der Lebensnerven unserer Gesellschaft dar. Wird sie durch eine Naturkatastrophe, einen Unfall oder gar etwa durch einen unvorsichtigen Baggerführer unterbrochen, sind oft weite Teile der öffentlichen Versorgung lahm gelegt. Je nach Situation kann es Stunden, Tage oder gar Wochen dauern, bis die normalen Kommunikationswege wieder funktionieren. In dieser Zeit ist die freiwillige Arbeit und das technische Knowhow der Amateurfunkerinnen und Amateurfunker gefragt. Mit ihren meist unabhängigen und mobilen Funkgeräten können sie in kürzester Zeit eine Notfallkommunikation über weite Strecken aufbauen und diese auch während längerer Zeit aufrechterhalten. Sie ermöglichen so den Behörden und Hilfsorganisationen Informationen aus den abgeschnittenen Gebieten zu erhalten und die Hilfeleistungen zu koordinieren.
 
Dennoch bleibt zu bedenken, dass Funkamateure in ihrer Gesamtheit keine Einsatzorganisation darstellen. Vielmehr stellen sie sich einzeln und organisiert in den Dienst der Öffentlichkeit. Sie tun dies zudem immer freiwillig und mit ihrem persönlichen Eigentum ausgerüstet.
 
Damit dies im Ernstfall auch funktioniert, wurden von verschiedenen Stellen und Organisationen Merkblätter Checklisten und Verhaltensregeln erstellt. Der Zweck dieser Homepage soll nun sein, allen Beteiligten , also Amateurfunkern, Behörden, Hilfsorganisationen  und Interessierten möglichst viele Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen.
 
Das vorhandene Material wurde mit der grösstmöglichen Sorgfalt zusammengetragen und wo nötig aus dem englischen übersetzt. Dennoch kann ich als Betreiber der Seite keinerlei Garantien für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten abgeben.
 
Stefan, HB9TTQ
 
 
 
 
Rechtliche Grundlagen (HB)
 
In den "Vorschriften betreffend den Amateurfunk" ist unter Punkt 26 "Benützung der Funkanlage" zu lesen:
 
Die Konzessionärin darf ihre Funkanlage nur zur Übertragung technischer Informationen über Sende- und Empfangsversuche sowie für persönliche Mitteilungen und Mitteilungen in Notfällen verwenden.
 
Das heisst nicht, dass die im Abschnitt weiter unten verbotenen Punkte
 
rechtsgeschäftliche Mitteilungen;
die Übertragung von Mitteilungen die von Dritten stammen und für Dritte bestimmt sind;
die Verwendung internationaler Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitszeichen;
 
im Notfall ausser Kraft gesetzt werden. Einzig Mitteilungen von Dritten für Dritte, welche an der Bearbeitung des Notfalles und an der Hilfeleistung beteiligt sind, dürfen im Notfall übermittelt werden. So können zum Beispiel Meldungen einer Rettungskolonne des SAC an eine Polizeidienststelle übermittelt werden, sofern diese untereinander keinen direkten Kontakt haben.
 
Zudem ist es natürlich erlaubt, Notrufe abzusetzen und Hilfe anzufordern, wenn man sich selbst in einer Notlage befindet.
 
Dabei ist aber unbedingt zu beachten, dass der Begriff Notlage sehr eng auszulegen ist. Anders gesagt, ein Notfall ist nur dann gegeben, wenn Menschenleben oder erhebliche Sachwerte in Gefahr sind.
 
In den anderen Ländern der IARU-Region 1 dürften die Vorschriften in etwa gleich aussehen. Es bleibt aber in der Verantwortung jeder Amateurfunkerin und jedes Amateurfunkers, sich über die örtlichen Gegebenheiten  und Vorschriften zu informieren, bevor sie/er "on air" geht.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Seitenanfang
IARU-Vorgaben
 
1998 setzte sich OM Hans, DJ6TJ, mit dem Thema Notfunk auseinander und verfasste zuhanden der IARU ein Internationales Not-Betriebsverfahren, welches in der Folge in allen 3 Regionen eingeführt wurde. Darin beschreibt er die Abläufe, welche zu einer reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Amateurfunkgemeinde und Behörden oder Hilfsorganisationen notwendig sind. Insbesondere werden Form und Ablauf der Nachrichtenübermittlung von Mitteilungen Dritter für Dritte genau beschrieben und mit Beispielen dokumentiert. Dabei wird zwischen Fernverbindungen (HF) und Nahverbindungen (VHF / UHF) unterschieden.
 
 
Fernverbindungen
 
Bei Fernverbindungen, diese kommen im Normalfall vor allem bei Naturkatastrophen, bei welchen flächenmässig grosse Gebiete oder funktechnisch schwieriges Gebiet wie Bergtäler betroffen sind, zum Einsatz, wird bei jeder Nachricht die Anzahl der enthaltenen Worte mitübermittelt. Zudem werden die Wichtigkeit und der genaue Abgangsort festgelegt. Im Weiteren ist in jeder Nachricht die ursprüngliche Abgangszeit zu finden. Man kann daher immer zurückverfolgen, wie lange die Nachricht vom Absender bis zum Empfänger unterwegs war. Dies ist für die Einsatzleitung, insbesondere bei länger dauernden Ereignissen, von grosser Bedeutung, um den Überblick über die Gesamtsituation nicht zu verlieren.
 
 
Nahverbindungen
 
Innerhalb eines Katastrophengebietes kommen meist eher VHF- oder UHF-Verbindungen zum Einsatz. Dies hat den einfachen Grund, dass diese Verbindungen mit kleinen Handfunkgeräten hergestellt werden können und keine grossen Antennenkonstruktionen notwendig sind. Für diese Verbindungen kann auch eine vereinfachte Präambel eingesetzt werden. Dadurch kann speditiver und unkomplizierter kommuniziert werden. Trotz möglicher Fehler bei der Übermittlung hat dies auf die Qualität der Hilfeleistung keine gravierenden Auswirkungen, da die Hilfsfristen kürzer sind und die Verbindungen weniger von den Tageszeiten und atmosphärischen Gegebenheiten abhängig sind.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Seitenanfang
[Home] [News] [Notfunk] [Notruffrequenzen] [Hilfe leisten] [Hilfe anfordern] [Unterlagen] [FAQ] [zum Thema] [Links] [Kontakt] [QSL (Guestbook)]